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11 Jan, 2010 17:59
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Hallo! Für meine Hausarbeit in Biologie, welche ich über das Thema Synästhesie schreibe, würde ich gerne einige persönliche Informationen von Synästhetikern sammel. Ich möchte verdeutlich, was es heißt, Synästhetiker zu sein, und dies an einem Beispiel genau erklären. Daher würde ich mich sehr darüber freuen, wenn sich ein paar Leute dazu bereit erklärten würden mir ihre besonderen Wahrnehmungen zu schildern. Dabei würde mich besonders interessieren: - ob ihr eure Synästhesie als etwas Positives erlebt oder ob ihr sie eher als störend betrachtet. Wenn ihr könntet würdet ihr die Synästhesie am liebsten „ausschalten“? - Gibt es unter euren Verwandten auch Synästhetiker? - Oder kennt ihr noch andere Synästhetiker? - Wo empfindet ihr eure Wahrnehmungen? (z.B im Kopf oder außerhalb des Körpers?) - Hat die Synästhesie Einfluss auf euer Leben, und wann und wo tritt sie auf? - Ist eure Synästhesie immer gleich stark, oder hat sie zum Beispiel mit dem Alter abgenommen, bzw. zugenommen? - Wann habt ihr gemerkt, dass ihr Synästhesie habt? - Häufig findet man unter den Verwandten von Synästhetikern Autisten und Menschen mit Dyslexie oder Aufmerksamkeitsschwächen. Ist das bei euch auch so? - Interessant wäre es auch, wenn ihr von euren „besonderen“ Merkmalen sprechen könntet, falls vorhanden. Damit meine ich ein z.B. einen hohen IQ, Schwächen in Mathematik, ein gutes Sprachgedächtnis oder gutes räumliches Vorstellungsvermögen. - Und zu guter Letzt wäre es noch wichtig zu erfahren welche Farben eure Buchstaben oder Zahlen haben, oder welche Farbe ordnet ihr Wochentagen, Monaten zu. Wie erscheint euch das Jahr? Vielen Dank für eure Hilfe! Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr euch die Zeit nehmen könntet die Fragen zu beantworten, da ihr mir damit sehr helfen würdet! Liebe Grüße Jenny |
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17 Jan, 2010 17:29
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Gern würde ich mitmachen. Aber es wäre leichter für einen Teilnehmer, wenn Du Deine Fragen ein wenig listenartig sortieren könntest. :-) |
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24 Jan, 2010 16:26
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Hallo!! Ist es schon zu spät? Das hab ich heute erst gelesen, surfe noch nicht so lang auf diesen Seiten... |
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28 Jan, 2010 23:33
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Liebe Jenny, ich versuche mal, Antworten zu geben. Hier zunächst Angaben zur Person: weiblich, Jahrgang 1957, Mutter von zwei erwachsenen Kindern, Hochschulabsolventin (USA und Deutschland),IQ 136 (Ergebnis Mensa-Test online), keine psychischen oder sonstigen nennenswerten Erkrankungen, niemand in der Familie ist sonst Synästhet, niemand im Bekanntenkreis, bin aber einmal einem Künstler begegnet, ein fast blinder Pianist, der Texte schreibt, in denen starke Farben vorkommen, fragte ihn, ob er Synästhet sei, was er bejahte, ohne sich über die Frage zu wundern. Dass ich so bin wie ich bin, wusste ich schon als Kleinkind, dass es S. ist, erfuhr ich erst vor etwa zwei Jahren durch einen Fernsehbericht. - Und war froh, nicht alleine auf dieser Welt zu sein. Zur Belastung wird S. nur, wenn ich mich aus Situationen nicht herausziehen kann, in denen vor allem Eindrücke von Menschen einfach zu viel werden. Mit zunehmendem Alter nimmt S. nicht ab bei mir, aber ich kann es besser ausschalten. Die Farben, die ich bei Zahlen, Buchstaben und Liedern vor allem sehe, sind meistens gemischt. A und 4 sind überwiegend rot, B und 5 sind grünlich, U und 3 sind orange-gelb, 1 und C sind weiß, 6 und 9 blauschwarz. Lieder, irische, norwegische und solche mit Panflöten, sind meistens grünlich, französische Chansons sind rötlich. Der Montag ist schwarz, der Dienstag gelborange, der Mittwoch rot, der Donnerstag blauschwarz, der Freitag grün, der Samstag weiß mit etwas rot und der Sonntag weiß mit etwas orange und einem Hauch hellblau. Mein größtes Problem sind seit einigen Jahren die Stimmen von Menschen. Manche verursachen Hals- oder Magenschmerzen, andere wiederum wirken wie Balsam. Schlechtes Deutsch, schlechte Aussprache, Geplapper (Handy in der Bahn!), machen mich so aggressiv, dass es mir vorkommt, als würde ich von innen mit einer ätzenden roten Brühe aufgefüllt. Ich lebe in einer Großstadt und suche Ausgleich für hässliche Sinneseindrücke in der Natur und in hochklassiger Kultur. Meine Ablehnung von materiellen Dingen, Konsum etc. wächst. Beruflich arbeite ich mit Sprache. Beruflich und privat habe ich mein Leben sehr straff durchorganisiert, um mich nicht von nervigen Kleinigkeiten und Pannen aufhalten lassen zu müssen. Ich arbeite zwar geistig, bin aber auch eine recht geschickte Handwerkerin. Ich hoffe, brauchbare Antworten gegeben zu haben. Viele Grüße Mayflower |
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22 Nov, 2010 18:31
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Hallo. Ich habe synaestheia, solange ich mich erinnern kann hatte. Zahlen haben Farben und Persönlichkeiten und Buchstaben haben Farben für mich. Ich sehe auch Farben hinter meinen Augen, wenn Musik gespielt oder bestimmte Geräusche auftreten. Keiner meiner Familie hat synaethesia. Ich liebe meine synaestheia, ich will nicht zu verlieren. Entschuldigt wenn meine Rechtschreibung und Grammatik ist ein bisschen schlecht, weil meine erste Sprache ist Englisch, und ich bin mit Google Translate dafür. |