Wenn Töne Farben haben: Synästhesie in Wissenschaft und Kunst John Harrison
Synästhesie bezeichnet ein Zusammenwirken verschiedener Sinneskanäle, das etwa bei Musik zu Farbwahrnehmungen führen kann. Durch dieses Zusammenwirken wird durch Stimulierung eines Sinnes gleichzeitig ein weiterer Sinn angeregt. Dadurch können manche Menschen auch Farben hören und Formen schmecken, oder umgekehrt bei Stimmen und Klängen Farben, Geschmack oder Geruch feststellen. Im Verlauf der Geschichte haben sich viele berühmte Künstler und Schriftsteller als Synästheten bekannt, darunter Arthur Rimbaud, Wassily Kandinsky und David Hockney. Früher oft romantisiert ist diese Fähigkeit heute ein wichtiger Gegenstand neurowissenschaftlicher Forschung. Denn sie ist immer noch voller Rätsel.
Gehirn und Erleben: Synästhesie, Zeitempfinden, Bewusstsein. Spektrum der Wissenschaft
Wie bestimmt unser Denkorgan unsere Handlungen, unsere Psyche, unser Erleben? Forscher tasten sich schrittweise in das Labyrinth unserer inneren Welt vor, um beispielsweise herauszufinden, wie Drogen oder Musik Macht über uns erlangen, wie verdeckte Reize unsere Reaktionen beeinflussen oder wie das Zeitgefühl verloren geht. "Sehr spannend!" MJ
Welche Farbe hat der Montag?. Synästhesie: das Leben mit verknüpften Sinnen Hinderk M. Emrich, Udo Schneider, und Markus Zedler
Für manche Menschen ist die Welt besonders bunt: Sie sehen Buchstaben farbig, die doch nur schwarz auf weiß vor ihnen stehen, oder erleben Musik in Formen und Strukturen, die sich mit Melodie und Klangfarbe vor ihrem inneren Auge verändern. Bekannt ist dieses Phänomen namens - Synästhesie - schon lange, aber richtig erforscht wird es erst, seit man mit modernen Techniken die Abläufe im Gehirn verfolgen kann.
Die Autoren gehören zu den wenigen Wissenschaftlern, die sich damit beschäftigen. Sie erklären, was Synästhesie ist und was die Forschung bisher darüber herausgefunden hat; daraus entwickeln sie eine neue Vorstellung von Bewusstsein und Identität. Wie ein Leben mit verknüpften Sinnen aussehen kann, erfährt der Leser in sehr persönlichen Texten von Betroffenen.
Farben hören, Töne schmecken. Die bizarre Welt der Sinne Richard E. Cytowic
»Liebling, die Suppe ist zu spitz!«Es gibt Menschen, für die Musik salzig schmeckt und Farben sich zu glockig anhören. Was zunächst als liebenswürdige Verrücktheit erscheint, entpuppt sich in diesem Wissenschaftsthriller als Sensation, die unsere Zukunft verändern könnte, da sie die Möglichkeit eröffnet, verkümmerte Wahrnehmungen wiederzubeleben, neue Fähigkeiten zu erwerben und das Wesen der Genialität zu erforschen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Ist mein Blau dein Blau?: Neurophilosophische Überlegungen zur Synästhesie mit Hinderk M. Emrich von Klaus Sander, Anja Theismann, Manuela Lube, und Matthias Waldeck von supposé (Audio CD)
Verstärkt eingesetzt hatte das Interesse an den Phänomenen der Synästhesie vor rund hundert Jahren, gemeinsam mit der erhöhten Aufmerksamkeit für die subjektiven Eigenwelten jedes Menschen. Der Maler Wassily Kandinsky etwa unternahm mit befreundeten Künstlern, einem Komponisten und einem Dichter, das Experiment, ein gesehenes Bild in Musik zu übersetzen, diese in Worte, Letztere wieder in ein Bild. Gemeinsam wollten sie herausfinden, wie weit synästhetisches Empfinden übertragbar ist. Hört jeder eine Trompete als Gelb? Oder, wie Manuela Lube, das M des Mittwochs als Rot, das D des Donnerstags als Grau? In ruhigem Ton (warmes Braun) liefert Hinderk M. Emerich erste Grundlagen über den Stand der Synästhesie-Forschung.