Synästhesien Alexandra Dittmar
Thema des Buches ist Synästhesie - eine natürlich vorkommende, andere Art der Wahrnehmung, bei der Sinnesempfindungen und -wahrnehmungen in vielfältiger Weise kombiniert erlebt werden.Das Buch gibt zunächst einen Überblick über den momentanen Wissensstand über Synästhesie: von der Vielfalt synästhetischen Erlebens bis zu den vielen Ergebnissen und Theorien, die die Synästhesieforschung - ein aufblühender Wissenschaftsbereich - in den letzten Jahren erbrachte.Nach einer Einführung in das Thema Orientierung wird dann der Hauptgedanke des Buches - dass Synästhesien eine Art Orientierung sein können - ausgeführt. Ein Gedanke mit weitreichender Bedeutung: So könnte z.B. manche vermeintliche Lernstörung" in der Schule darauf beruhen, dass pädagogische Konzepte dem synästhetischen Erleben eines synästhesiebegabten Kindes entgegenlaufen.Es folgen 21 Dokumentationen, zum Teil mit Bildern, über synästhetisches Erleben im Zusammenhang mit der Frage, ob Synästhesien orientieren. Die 21 Autoren/innen stammen aus fünf Ländern (USA, Großbritannien, Schweiz, Luxemburg, Deutschland) und sind fast alle Synästhetiker/innen.
Jeder blaue Buchstabe duftet nach Zimt. Wie Synästhetiker die Welt erleben Patricia Duffy und Michael Müller
» .. aufregend, wie viel sich im Kopf anderer Menschen verbirgt - und wie wenig wir darüber wissen.« Buchstaben leuchten in den Farben des Regenbogens, Musik erklingt strahlend koloriert, und Kulinarisches schmeckt rund oder eckig: Synästhetiker reagieren auf äußere Reize mit mehreren Sinnen zugleich. Was für Nabokov,Kandinsky und Hockney den Alltag bereicherte, fasziniert als neurologisches Phänomen die Wissenschaft.
Vernetzte Sinne. Über Synästhesie und Verhalten Eckhard Freuwört
Synästhesie ist eine besondere Wahrnehmungform: das gleichzeitige Ansprechen mehrerer Sinne durch einen einzelnen Reiz. Schwarzweisse Buchstaben farbig wahrnehmen, Geräusche als farbige Form sehen, Geruch als Farbe und Geschmack als Struktur. Synästhesie ist urnormal und sehr selten, denn sie beruht (wahrscheinlich) auf einem organisch-biologisch anderen Gehirnaufbau, vielleicht auf einer Mutation - jedenfalls besagen das bildgebende medizinische Untersuchungsverfahren. Synästhetiker nehmen ihre Umwelt anders wahr, werten anders und reagieren auch anders. Wie sich das äussert, welche Vor- und Nachteile das hat und wie die Nichtsynästhetiker darauf reagieren, dass zeigt dieses Sachbuch in Form eines Erfahrungsberichts.